Einbauvorschriften, technische Informationen und Gewährleistungsbedingungen

Die folgenden Montage hinweise dienen zum korrekten Einbau von Klimakompressoren, Turbolader, Lichtmaschinen, Startern, Batterien, Wischermotoren und Kraftstoffpumpen, damit Störungen bzw. ein vorzeitiger Ausfall der Aggregate vermieden werden.

Die Montagearbeiten dürfen nur durch autorisierte Personen durchgeführt werden, die über das notwendige Fachwissen verfügen.

Spezielle Aus- / Einbauvorschriften für Ihr Fahrzeug entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Werkstatthandbuch.

Einbau sowie Ausbaukosten werden nicht übernommen. 



Klimakompressor

Gewährleistungsanspruch geltend machen zu können:

 

  1. Austausch des Filter-Trockner / Akkumulators bzw. Kondensator
  2. Austausch des Drosselorgans. (Orifice tube, Expansionsventil, oder Flüssigkeitsleitung inkl. Drosselventil)
  3. Spülung aller nicht ausgetauschten Komponenten (Spülen sie niemals den Kompressor). Vor Inbetriebnahme der Klimaanlage muss das System mit einem genehmigten Spülmittel und unter Verwendung einer genehmigten Spülmethode gereinigt werden (Siehe technische Vorgaben des Erstausrüsters).
  4. Befüllung der vorgeschriebenen Menge eines geeigneten Kältemittelöls
  5. Unsere Kompressoren sind grundsätzlich nur mit einer geringen Menge Kompressoröl befüllt. Das befüllte Kompressoröl dient lediglich als Korrosionsschutz und ist vor dem Einbau zwingend abzulassen. Anschließend muss die komplette Anlage nach den Vorgaben des Fahrzeugherstellers neu befüllt werden. 
  6. Falls vorhanden muss die Einspritzdüse bzw. die Flüssigkeitsleitung dieser Düse ersetzt werden.
  7. Die Kühlrippen des Kondensators sollten auf Ihre Luftdurchlässigkeit geprüft werden. 
  8. Lüfterkupplung bzw. der elektrischer Lüfter müssen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden.  
  9. Prüfen Sie vor dem Einbau den Luftspalt der Kompressorkupplung (siehe technisches Datenblatt des Erstausrüsters). 
  10. Nach dem Anschluss der Schlauchgruppe sollte die Kompressorkupplung 10-15-mal gedreht werden, um das Kompressoröl vollständig zu verteilen. 
  11. Die Stromspannung  der Kompressorkupplungsleitung sollte anhand der Erstausrüsterdaten geprüft werden. 
  12. Das Klimasystem muss mindestens 60 Minutenlang evakuiert werden! 
  13. Bitte beachten Sie dass der Einbau oder Umbau des Klimasystems nur durch eine Fachwerkstatt, mit der nötigen Ausrüstung, durchgeführt werden darf.

Sollten einer, oder mehrere der oben genannten Punkte nicht beachtet worden sein, ist eine Bearbeitung der Reklamation leider nicht möglich. Ebenfalls ist es, ohne die genauen Fahrzeugdaten, nicht möglich Ihre Beanstandung zu bearbeiten. In beiden Fällen behalten wir es uns vor, den von Ihnen reklamierten Artikel, unfrei und ohne weitere Prüfung an Sie zurück zu schicken.

Die Garantie auf unsere Artikel erlischt, wenn:
- Reparaturen durch nicht qualifizierte Personen vorgenommen werden
- Ein Defekt durch nicht sachgemäße Benutzung entsteht.
- Ein Defekt durch den Einsatz von falschen Werkzeugen, Materialien oder Zubehör entsteht.
- Der Artikel vom Kunden demontiert wurde (auch teilweise).

Haftung:

Wir haften nach den gesetzlichen Bestimmungen, sofern der Käufer Schadenersatzansprüche geltend macht, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Soweit uns keine vorsätzliche Vertragsverletzung angelastet wird, ist die Schadensersatzhaftung auf den vorhersehbaren, typischerweise eintretenden Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Schadenersatzhaftung ausgeschlossen; insbesondere für Schäden, die nicht am Liefergegenstand selbst entstanden sind (Folgeschäden). Wir haften nicht für Schäden/Folgeschäden die dadurch entstehen, dass der Käufer ohne Vorhandensein des notwendigen technischen Fachwissens, der erforderlichen Installationskenntnisse und Erfahrungen oder falscher Teileidentifikation verschuldet.

Garantie und Umtauschabwicklung:
Der Rücksendung muss beiliegen:
- eine Kopie der original Rechnung
- eine Kopie des original Reparatur-Auftrages, welches die Einbauvorschriften bestätigt

 Achtung: Spezielle Aus- / und Einbauvorschriften sind dem Werkstatthandbuch zu entnehmen

 

Turbolader


Bitte beachten Sie folgenden Einbauhinweise!

Bei Nichteinhaltung droht verlust eines ev. Gewährleiszungsanspruch!

Montageanleitung

1. Der Einbau des Turboladers ist nur durch geschultes Fachpersonal durchzuführen. Achtung, der nicht fachgerechte Einbau eines Turboladers oder unsachgemäße Veränderungen können zu Schäden am Turbolader und/oder am Motor führen. Beachten Sie zwingend die Reparaturanleitung des Motorenherstellers und die folgenden Hinweise.                                                                    

2.  Vor dem Einbau des neuen Turboladers, sollten Sie das gesamte Motorumfeld auf Schäden oder Veränderungen prüfen. Stellen Sie die Ausfallursache des defekten Turboladers fest und beseitigen Sie diese unbedingt.

3. Die Motorentlüftung muss in jedem Fall geprüft werden, da Druckveränderungen im  Kurbelgehäuse dazu führen können, das der Turbolader Öl verliert, was dazu führt das der Lader ausfällt. Ebenso sollten alle Ölführenden Leitungen und die Ölwanne des Motors auf Verschmutzung und Verschlammung überprüft und bei Bedarf gereinigt werden. Nehmen Sie außerdem einen Filter- und Ölwechsel vor um Schäden vorzubeugen.

4.  Der Bereich der Ansaugleitung und des Abgassammelrohres am Motor sind ebenfalls zu überprüfen und zu reinigen. Prüfen Sie, im Besonderen, den Krümmer und die Kompensatoren auf Beschädigung. Es ist zwingend darauf zu achten, dass sich keinerlei Fremdkörper im gesamten Leitungsbereich ablösen können, da dies zu Schäden bei der Inbetriebnahme führt.

5. Die vollständige Luftführung zwischen Turbolader und Motor, besonders der Ladeluftkühler, sind auf Ölrückstände zu überprüfen, diese müssen beseitigt werden. Wenn nötig, ist der Ladeluftkühler zu ersetzen. Das Nichtbeachten kann zu Motorschäden durch unkontrolliertes Übertouren führen.

6.  Zwingend zu wechseln, sind die Ölzulaufleitung sowie die angrenzenden Materialien (Hohlschrauben, Ölsieb etc.), die Rücklaufleitung muss überprüft und gereinigt werden, im Zweifelsfall sollte auch diese ersetzt werden. ACHTUNG verwenden Sie niemals flüssige Dichtmittel beim Anbau der Ölleitung!

7.  Vor dem Einbau des Turboladers füllen Sie die Öleinlassöffnung, unter mehrmaligem drehen der Läuferwelle, mit frischem Motoröl. Dies sichert eine einwandfreie Schmierung bei der Inbetriebnahme des Turboladers.

8.  Bei der Montage ist darauf zu achten, dass nur neue Flanschdichtungen verwendet werden. Alle Flansche und Gewinde müssen frei von Schäden und Verschleißerscheinungen sein. Es dürfen nur Schrauben verwendet werden, welche in Ihrer Spezifikation den Herstellervorgaben entsprechen. Anzugsdrehmomente sind unter allen Umständen, den Fahrzeugherstellervorgaben entsprechend, einzuhalten.

9. Nach erfolgtem Einbau des Turboladers, starten Sie bitte den Motor und lassen diesen ca. 60 Sekunden im Leerlauf laufen. Bevor Sie den Motor belasten, muss dieser den erforderlichen Öldruck aufgebaut haben, geschieht dies nicht kann es zu Schäden an Motor und/oder Turbolader kommen. Nach Inbetriebnahme des Systems gilt es nun nochmals alle Luft-, Gas- und Ölleitungen auf Dichtheit zu überprüfen.

Wurden alle vorstehenden Punkte erfüllt und es liegen nach dem Einbau des Turboladersdennoch Probleme wie Leistungsmangel, Ölverlust am Turbolader etc. vor, muss dies nicht bedeuten, das ein Schaden an selbigem vorliegt. Oft liegt die Ursache hierfür im Peripheriebereich und nicht am Turbolader selbst. Prüfen Sie nochmals alle, zum Kreislauf gehörenden, Komponenten auf Dichtheit und/oder Funktionsfähigkeit. Sollten Sie einen Turbolader beanstanden, raten wir Ihnen davon ab einen weiteren zu verbauen, ehe das Prüfungsergebnis unserer Techniker vorliegt.

ACHTUNG: Während und unmittelbar nach dem Betrieb besteht an Motor und Turbolader Verbrennungsgefahr, berühren Sie beides erst nachdem sich die Oberflächen abgekühlt haben.

Bedingungen zur Sachmangelhaftung:

1. Offensichtliche Mängel müssen unmittelbar beanstandet werden.

2. Bei Nichteinhaltung der vorstehenden Einbauvorschriften oder Einbau eines nicht passenden bzw. nicht kompatiblen Turboladers entfällt die Sachmangelhaftung.

3. Nach ca. 15-20 Betriebsstunden oder einer Laufleistung von 1.000 km müssen alle  Verbindungen

nochmal auf Festigkeit und Dichtheit zu überprüfen.

4. Rücksendungen zur Sachmangelhaftung müssen als solche klar erkennbar sein. Nicht gekennzeichnete Ware wird als Altteil entsorgt und kann nicht wieder zugeordnet werden.

5. Um einen Artikel im Rahmen der Sachmangelhaftung (Gewährleitung) bearbeiten zu können, benötigen wir neben der Kaufrechnung auch die ordentliche Rechnung der Fachwerkstatt über den Einbau. Alle wichtigen Punkte müssen hier klar erkennbar sein.

 

Hinweise für die Montage des Turboladers

Der Turbolader ist ein kompliziertes sehr präzises Gerät. Die falsche Benutzung oder eventuelle Modifikationen können zu deren Beschädigung führen. Das falsche Anschließen von Leitungen oder die Änderung der Ladungskontrolle kann die Turbine und/oder den Motor beschädigen.

Sehr wichtig ist die Feststellung der Störungsursache des Turboladers und deren Beseitigung vor der Montage eines neuen oder überholten Turboladers.

.

Lichtmaschine

Montagehinweise
Unsere Einbauhinweise sollen Störungen bzw. den vorzeitigen Defekt Ihres neuerworbenen Artikels vorbeugen. Alle
Arbeiten dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt werden.

Achtung: Spezielle Aus- und Einbauvorschriften sind dem Werkstatthandbuch zu entnehmen, möglicherweise wird
Spezialwerkzeug benötigt.

Grundsätzlich gilt, beim Arbeiten an elektrischen Anlagen des Kraftfahrzeugs, muss das Massekabel der Batterie
abgeklemmt werden. Nichtbeachten kann zu Verletzungen führen.
Technische Hinweise, "Das Austauschen von Lichtmaschinen"


1. Achten Sie beim Einbau des Generators auf den festen Sitz aller Schraub- und Steckverbindungen.

2. Beim Einbau der Lichtmaschine ist zwingend darauf zu achten, dass die Masseverbindung mit dem Motor
oder dem Getriebe intakt ist. Prüfen Sie zur Sicherheit auch die Masseleitung des Batterieminus auf festen
Sitz und Korrosion.

3. Die Ladeleitung (Plusleitung) welche vom Generator zum Starter oder zur Batterie führt (Fahrzeugabhängig)
muss auf Unterbrechungen geprüft und ggf. ausgetauscht werden.

4. Zur Überprüfung der Plusleitung, schließen Sie ein Voltmeter an den Batterieplus und den B+ des Generators
an. Starten Sie den Motor, bei voller Belastung darf der Spannungsabfall 0,2 Volt nicht überschreiten.
Verlöten Sie ggf. vorhandene Quetschverbindungen und reinigen Sie alle vorhandenen Schraub- und
Steckkontakte.

5. Zum Prüfen der Masseleitung, wird das Voltmeter an den Batterieminus und das Generatorgehäuse
angeschlossen. Unter Volllast darf, auch hier, der Spannungsabfall nicht über 0,2 Volt liegen. Reinigen bzw.
verlöten Sie ggf. alle Schraub-, Steck- und Quetschverbindungen.

6. Je nach Fahrzeugtyp müssen der Kompaktstecker und die vorhandene Steuerleitung auf ihre
Funktionsfähigkeit überprüft werden. Es kann vorkommen, dass die vorhandenen Leitungen nur noch über
die Isolation mit dem Stecker verbunden sind.

7. Die Keilriemen- bzw. Flachriemenspannung muss nach Vorgabe des Fahrzeugherstellers eingestellt werden,
tauschen Sie ggf. Spann- und Umlenkrollen aus. Überprüfen Sie den Motorraum auf Beschädigung, ein
Ölverlust z.B. kann zu Verölungen an der Lichtmaschine und damit zum Defekt führen. Überprüfen Sie Ihre
Batterie auf volle Funktionsfähigkeit, ggf. muss die Batterie ausgetauscht werden.

8. Wichtig: Bei laufendem Motor dürfen KEINE Generatorzuleitungen angeschlossen oder entfernt werden.
Nichtbefolgen kann zu Spannungsspitzen führen, welche Schäden an den Dioden und/oder dem Regler
verursachen können. Gleiches gilt für Schnellladevorgänge und Elektroschweißarbeiten, führen Sie beides nur
bei abgeklemmter Batterie durch

.
Starter/Anlasser


Montagehinweise
Unsere Einbauhinweise sollen Störungen bzw. den vorzeitigen Defekt Ihres neuerworbenen Artikels vorbeugen. Alle
Arbeiten dürfen nur durch autorisiertes Fachpersonal ausgeführt werden.
Achtung: Spezielle Aus- und Einbauvorschriften sind dem Werkstatthandbuch zu entnehmen, möglicherweise wird
Spezialwerkzeug benötigt.

Grundsätzlich gilt, beim Arbeiten an elektrischen Anlagen des Kraftfahrzeugs, muss das Massekabel der Batterie
abgeklemmt werden. Nichtbeachten kann zu Verletzungen führen.
Für ein fehlerloses Starten des Kraftfahrzeugs müssen alle, zum Motor gehörenden, Komponenten in Ordnung sein,
nicht nur der Anlasser.


Hierzu gehören
1. die Motorelektrik
2. die Batterie
3. das Zündschloss
4. alle el. Leitungen
5. der Zahnkranz
6. der Vergaser
7. die Einspritzanlage
8. und die Massebänder


Wie man sehen kann, sind die Fehlerquellen vielfältig. Eine möglichst genaue Fehlerdiagnose und das entsprechende
Vorgehen sind hierbei unerlässlich.


Technische Hinweise, "Das Austauschen von Startern"
1. Achten Sie beim Einbau des Starters auf den festen Sitz aller Schraub- und Steckverbindungen.


2. Überprüfen Sie das Plus-, Masse- und Steuerkabel auf festen Sitz, beseitigen Sie ggf. Korrosionsspuren.


3. Zum Prüfen der Steuerleitung, wird das Voltmeter, an den Batterieplus und die Klemme 50 (Magn. Schalter)
angeschlossen. Der Spannungsabfall darf 0,2 Volt nicht übersteigen. Prüfen Sie ggf. die Kontaktplatte am
Zündschloss.


4. Für die Überprüfung der Plusleitung, schließen Sie das Voltmeter an den Batterieplus und die Klemme 30
(Hauptleitung) an. Beim Starten wird der Anlasser blockiert und damit voll belastet. Auch hier darf der
Spannungsabfall nicht mehr als 0,2 Volt betragen.


5. Zum Überprüfen der Masseleitung schließen Sie das Voltmeter an den Batterieminus und das Startergehäuse
an. Starten Sie, wie in Punkt 4. das Fahrzeug, der Spannungsabfall darf wiederum nicht über 0,2 Volt liegen.
Prüfen Sie bei Bedarf nochmals alle Kontakte.


6. Prüfen Sie abschließend den Zündschalter, die Batterie und den Zahnkranz der Schwungscheibe auf
einwandfreie Funktion. Kontrollieren Sie auch den Ölstand des Motors und reinigen Sie die Kupplung von
Staub und Fett

.
Batterie
.
Wischermotor
.
Kraftstoffpumpe
.